Sonderschau Steinadler ab 15. Juni

Sonderschau Steinadler ab 15.6.17

Anfang 2017 wurde ein tot aufgefundener junger Steinadler (Aquila chrysaetos) ins Phyletische Museum gebracht. Dieser Fund in der Nähe von Dornburg-Steudnitz, nördlich von Jena, war nicht nur sehr überraschend, sondern eine kleine Sensation, denn Steinadler sind eine Seltenheit in Mitteleuropa.

Ein Vortragsabend widmet sich nun der spannenden Geschichte dieses Adlers. Von seiner Herkunft, Fundgeschichte über wissenschaftliche Probenentnahmen verschiedenster Institutionen bis zur Präparation möchten wir Ihnen die Hintergründe vorstellen.

Termin: Donnerstag, 15.6.2017
Referent: Matthias Krüger (Phyletisches Museum)
Ort: Großer Hörsaal der Zoologie (Eingang über Phyletisches Museum)
Start: 18:00 Uhr

Anschließend präsentieren wir Ihnen den Steinadler und weitere Exponate in einer Vitrine im Phyletischen Museum. Diese Sonderschau wird vom 16.6.2017 bis zum 13.08.2017 zu sehen sein.

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Die Spannweite des jungen Steinadlers beträgt etwa 2 Meter. Foto: Anne Günther/FSU


Präparation eines Steinadlers am Phyletischen Museum

Die genaue Todesursache des Tieres wird noch untersucht. Bei dem Fund handelt es sich wahrscheinlich um ein Jungtier, das 2016 schlüpfte. Jungvögel durchstreifen in ihren ersten Lebensjahren große Flächen, um ein neues Zuhause zu finden. In Deutschland brüten Steinadler derzeit nur in den bayrischen Alpen (50 Brutpaare). Der gefundene Steinadler wurde in Lettland beringt, das lässt sich an den farbigen Ringen ablesen. Genauere Informationen hierzu werden noch erwartet.

Der Steinadler wurde vor Kurzem in München mit einem Computertomografen genau durchleuchtet, dies erfolgte im Auftrag eines schwedischen Veterinärinstituts, das von dem Fund erfahren hat. Momentan wird der Steinadler hier am Museum wissenschaftlich untersucht und anschließend präpariert. Das Skelett wird vollständig entnommen und montiert. Haut und Federn des Steinadlers werden zu einem sogenannten Habitus-Präparat aufgestellt. Beide Exponate werden nach ihrer Fertigstellung für einige Zeit im Phyletischen Museum präsentiert. Informationen hierzu folgen auf der Website.

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Kopfpartie des Steinadlers. Foto: Anne Günther/FSU

Neue Sonderausstellung über Fische

Ausstellung INSIGHTFISH

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„INSIGHTFISH“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. Thema der Ausstellung ist der „Blick in die Fische“, der durch moderne Techniken möglich wird. Neueste Erkenntnisse zur Evolution der Fische werden anschaulich präsentiert. Faszinierende Präparate und großflächige Fotografien im Durchlicht ermöglichen dem Besucher einmalige Einblicke in die Schönheit der Fische.

Mehr Informationen hier

Aktuelle Informationen zu invasiven Arten

Arbeitseinsätze ab Mai 2017 werden hier bekannt gegeben

Löwenmensch in der Dauerausstellung

Neue Replik des Löwenmenschen im Saal 'Evolution des Menschen' zu sehen

tl_files/aktuelles/Loewenmensch_Foto Brehm_quer540.jpegDie neu gestaltete Dauerausstellung zur Evolution des Menschen wurde um ein besonderes Stück reicher – den Löwenmenschen. Das Kunstartefakt ist die älteste bekannte Mensch-Tier-Figur der Welt. Sie wurde 1939 bei Ausgrabungen in der Stadel-Höhle am Hohlenstein im Lonetal entdeckt. Bei Nachgrabungen im Jahre 2009 gelang eine Sensation, es konnten weitere Fragmente der Figur aus Mammut-Elfenbein gefunden werden. In den folgenden Jahren wurde der Löwenmensch professionell restauriert und durch die neu gefundenen Fragmente ergänzt.

Die Replik basiert auf der neuesten Restauration des Originals, das im Ulmer Museum in einer extra Ausstellung „Der Löwenmensch“ ausgestellt ist. Repliken in dieser Qualität sind bisher nur in vier anderen Museen weltweit zu sehen. In der Ausstellung im Phyletischen Museum kann der Besucher den Löwenmenschen und weitere herausragende Kunstartefakte aus der Nähe bestaunen. Sie markieren den Beginn des künstlerischen Schaffens von uns anatomisch modernen Menschen vor 40.000 Jahren.

Mammutskelett aus Halle „zu Besuch“ im Phyletischen Museum

Der Skelettabguss des berühmten „Mammuts von Pfännerhall“ stand 20 Jahre lang im Ausstellungsbereich des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle an der Saale. Jetzt wird das Skelett hier im Phyletischen Museum nach aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen restauriert und neu montiert.  

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Matthias Krüger, der Präparator des Phyletischen Museums, wird das Mammutskelett neu aufstellen. Die Arbeit wird etwa ein Jahr dauern, also bis zum Herbst 2017. Dann wird das Mammut wieder nach Halle zurückgebracht. Die Arbeiten am Mammut werden im "Kubus" des Museums (Erdgeschoss) durchgeführt. Besucher können während der Öffnungszeiten des Museums unserem Präparator bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Allerdings wird nicht jeden Tag an dem Mammut gearbeitet, die Skelettteile des Mammuts können aber trotzdem bestaunt werden.

Das Originalskelett lagert im Museumsdepot in Halle. Es ist auf etwa 220.000 Jahre datiert und wurde 1953 bei Förderarbeiten im Braunkohlentagebau Geiseltal bei Braunsbedra (Saalekreis) entdeckt.